2004: Vermessungsauswertung

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Im Frühjahr 2004 erinnerte ein leichtes Erdbeben die Freiburger daran, dass auch der Breisgau von schwereren Erschütterungen heimgesucht werden kann. Der damalige Münsterbaumeister Manfred Saß gab seinerzeit zu bedenken, dass die neun Jahre zuvor begonnene photogrammetrische Vermessung des Münsterturms immer noch nicht ausgewertet sei. Damals schoss ein Expertenteam von einem Hubschrauber aus Stereobilder, um jeden Stein und jedes Zierstück oberhalb der 37 Meter hoch gelegenen Sterngalerie festzuhalten. Ohne die Auswertung der Bilder hätten Schäden am Münsterturm nicht behoben werden können. Denn das Münster steckt noch heute voller Rätsel. Niemand weiß beispielsweise, wer den 116 Meter hohen Hauptturm errichtet hat. Bau- oder Konstruktionspläne sind nicht vorhanden. Dank einer Spende der Eugen-Martin-Stiftung wurden alle Filmbilder in exakte Werkzeichnungen übertragen – mit einer Genauigkeit von drei Millimetern. Im Fall einer Katastrophe kann künftig jeder Quader, jedes Maßwerkteilchen und jede kleine Krümmung an den Skulpturen originalgetreu rekonstruiert werden.

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